9. Tag - Vom Tal des Todes

Der 9. Tag:
Vom Tal des Todes und dem (beinahe) Kreislaufkollaps für ein Foto
Wir waren die gestrige Nacht nochmal aktiv. Überwältigt von dem unglaublichen Szenario in dem wir uns gerade befinden, zückten wir gegen 12 Uhr Nachts nochmal die Kameras aus dem Halfter.
Das Ergebnis ist eine super Mondaufnahme (400mm+2x Konverter) und das Lichtspiel mit einer Handytaschenlampe in eine 30 Sekunden (bei ISO 1600, F 4,0 !!!) Belichtung.
Hat Späßchen gemacht!
Die Gegend hier ist zu 100% so, wie man es aus alten Western kennt. Orte wie "Big Pine" oder "Independence", wo wir gegen 10 Uhr Morgens mit einem Cheesburger verabredet sind, strahlen immer noch das Feeling des Wilden Westen aus. Alte marode Holzfassaden, überall liegen alte Holzwagenräder. Super! Man begrüßt sich hier übrigends mit "Howdy" anstatt "Hi".
Natürlich, wie kann es anders sein, müssen wir hier auch ein paar Cowboy Portraitaufnahmen machen. Hat Späßchen gemacht!
Gegen Mittag machen wir uns auf in Richtung "Death Valley" und ich kann euch sagen, selbst der Weg dort hin ist der absolute Wahnsinn! Genau das was uns von den USA erträumt hatten: Eine Straße und sonst nichts. Nichts… Staubige, mit einigen Büschen bewachsene Wüstenlandschaft und diese wahnsinnigen Berge. Der Asphalt glüht, das Radio spielt Tito and Tarantula (kennt man aus Tarantino Filmen) und der auf dem Türrahmen liegende Unterarm ist sonnenverbrannt.
Gegen Nachmittag sind wir mitten im Tal des Todes, und Leute...ihr könnt euch nicht vorstellen, wie heiß es hier ist! Es ist so heiß, dass du die Hand teilweise zurückziehen musst, wenn du sie aus dem Fenster hälst, weil der Fahrtwind zu heiß ist. Für ein Foto von einem der riesigen weißen Salzplateaus bezahlen wir fast mit einem Kreislaufkollaps.
Es ist kein Scherz, der 5min. Fußmarsch dorthin war noch kein Problem, doch auf dem Rückweg sind wir kurz davor zu kollabieren. Es sind locker 55 Grad in der Sonne, und du merkst wie dein Körper dagegen ankämpft!
Was lernen wir: Im Death Valley niemals für mehr als 10 min den Wagen verlassen!
Wir durchqueren den kompletten National Park, unsere Hirne sind völlig matschig, von der Hitze, aber auch von der unglaublichen Reizüberflutung von den tollen Naturwundern.
An der östlichen Grenze des Death Valley campieren wir wieder in Mitten der Wildnis, doch dazu morgen mehr!









