Ein Objektiv für fast alles: Unterwegs in der Antarktis

Sigma 20–200mm F3.5–6.3 DG | Contemporary
Von Daniel Kilian

Ein flexibles Reisezoom für unterwegs

 

Auf einer Reise in die Antarktis ändern sich Bedingungen und Motive ständig. Zwischen Landgängen, Zodiac-Fahrten und Wildlife wollte ich ein Setup, das schnell einsatzbereit ist und mir möglichst viel Flexibilität gibt. Genau dafür war das Sigma 20–200mm F3.5–6.3 DG | Contemporary für mich extrem praktisch und das Objektiv, das ich genutzt habe, wenn ich flexibel bleiben wollte.


Von Landschaft bis Wildlife mit einem Objektiv

 

Der größte Vorteil des großen Brennweitenbereichs war für mich die Flexibilität.

Das Objektiv hat mir ermöglicht, sehr unterschiedliche Motive mit einem Setup abzudecken, von weiten Landschaften bis zu Details oder spontanen Wildlife-Momenten. Gerade in der Antarktis, wo sich Licht, Wetter und Landschaft laufend verändern, war das besonders hilfreich. Durch die ständige Bewegung auf dem Schiff oder im Zodiac haben sich immer wieder neue Blickwinkel und Kompositionen ergeben, auf die ich direkt reagieren konnte.

20mm bis 200 mm in der Praxis

 

Durch die Brennweite von 20 mm hatte ich vor allem die Möglichkeit, die weiten, unberührten Landschaften perfekt einzufangen und ein Gefühl für die Dimensionen der Antarktis zu vermitteln.

 

Mit 200 mm konnte ich dann stärker ins Detail gehen, etwa bei Strukturen im Eis, kleineren Motiven in der Landschaft oder Tieren, wenn sie nicht direkt in der Nähe waren. Es ersetzt natürlich kein großes Teleobjektiv, aber für viele Situationen unterwegs hat es absolut gereicht und die Kombination aus Reichweite und Flexibilität war für mich oft der perfekte Kompromiss.

Zodiac-Fahrten und wechselhaftes Wetter

 

Ein großer Teil meiner Aufnahmen ist während der Zodiac-Fahrten auf dem Wasser entstanden, wo Kälte, Wind und Feuchtigkeit selbstverständlich dazugehören. Deshalb war mir wichtig, ein wetterfestes Objektiv dabei zu haben, mit dem ich auch dann problemlos fotografieren konnte, wenn das Wetter schnell umgeschlagen ist.

 

Dadurch, dass ich mit einem Objektiv bereits einen so großen Brennweitenbereich abdecken konnte, fiel es mir außerdem deutlich leichter, mehr im Moment zu sein und mich stärker auf die Umgebung zu konzentrieren, statt ständig Objektive wechseln zu müssen, um unterschiedliche Perspektiven einzufangen.

Zwei Dinge, die mir in der Antarktis geholfen haben:

 

1)  Highlights im Blick behalten.

Durch Schnee und Eis waren viele Szenen extrem hell. Unter solchen Bedingungen ist es leicht, schnell zu überbelichten. Ich habe deshalb meistens leicht unterbelichtet, damit gerade in den hellen Bereichen noch Details zu sehen sind und bspw. Strukturen im Eis nicht verloren gehen.

2)  Erst die Szene, dann die Details.

In der Antarktis wirken viele Situationen im ersten Moment fast überwältigend, weil die Landschaft, das Licht und die gesamte Szenerie so eindrücklich sind, dass man oft gar nicht sofort weiß, wohin man die Kamera zuerst richten soll. Mir hat es geholfen, erst einmal die gesamte Umgebung oder Landschaft einzufangen und mich dann Schritt für Schritt weiter in die Szene hineinzubewegen. Oft habe ich also eher weit begonnen und erst danach weiter hineingezoomt, um Details einzufangen.

Fazit

 

Während dieser Reise habe ich gemerkt, dass es nicht immer darauf ankommt, das größte oder lichtstärkste Objektiv dabeizuhaben. In vielen Situationen war es hilfreicher, sich auf ein Objektiv zu konzentrieren, das sowohl den Weitwinkel- als auch den Telebereich gut abdeckt und mir damit die nötige Flexibilität gibt. Gerade auf dem Wasser oder in spontanen Wildlife-Momenten war es oft entscheidend, schnell reagieren zu können, ohne erst das Objektiv wechseln zu müssen. Genau deshalb war das Sigma 20–200mm F3.5–6.3 DG | Contemporary für mich auf dieser Reise eine sehr praktische Lösung und der perfekte Kompromiss aus Flexibilität, Reichweite und Kompaktheit.

ABOUT

Outdoor- und Reisefotograf

Daniel Kilian ist Outdoor- und Reisefotograf und lebt in Innsbruck. Durch eine Reise nach Neuseeland hat er seine Begeisterung für die Fotografie entdeckt, später hat es ihn in die Alpen gezogen, die bis heute seine größte Inspiration sind. Er fotografiert überwiegend draußen, und es zieht ihn immer wieder in alpine Landschaften und abgelegene Regionen, wo er besondere Momente einfängt und Geschichten mit seiner Kamera erzählt.