Portraitshooting: Sonnenuntergang an der Ostsee mit dem 135mm F1.8 DG HSM | Art

Sigma 135mm F1.8 DG HSM | Art
Von Kim Mahrenholz

Dieses Jahr scheint alles etwas anders zu sein. Für mich geht es nicht wie üblich in die Ferne, sondern an besondere Orte hier in Deutschland. So zog es mich in ein kleines Seebad nach Lubmin - nahe der Grenze zu Polen.

 

Strände und Sonnenuntergänge sind für die Portraitfotografie wohl ein Klassiker. Die zarten Pastell-Farben des Sonnenuntergangs zaubern eine wunderschöne Lichtstimmung und eignen sich hervorragend um schöne Aufnahmen zu kreieren.

 

Als ich aus dem Fenster auf das Meer hinausschaute, sah ich vor meinem inneren Auge ein Mädchen in weißem Hemd am Strandufer.

 

Am nächsten Tag schnappte ich mir das 135mm F1.8 DG HSM | Art und Nicole, um meine Idee in die Tat umzusetzen und das Objektiv ausgiebig zu testen. Mein Ziel war es, das komplette Shooting über mit dem 135er zu fotografieren.

Warum eigentlich? Diese Brennweite eignet sich perfekt, um eine Beobachterperspektive einzunehmen. Gerade für Menschen, die noch nicht so oft vor der Kamera standen, ist es eine große Hilfe, eine gewisse Distanz zur Kamera zu haben. Denn diese räumliche Distanz hilft enorm, um sich nicht zu verstellen. So entsteht eine spielerische und natürliche Atmosphäre - genau die Atmosphäre, die ich mir im Vorfeld in meinem Kopf bereits vorgestellt habe.

 

Um natürliche und ungestellte Portraits zu erschaffen, ist es wichtig, das Modell „agieren“ zu lassen. Klare und kurze Anweisungen zu geben, um dann den richtigen Moment einzufangen. Das kann ein Blick nach unten, zur Seite oder nach hinten sein. Ein flüchtiges Lächeln, ein nachdenklicher Blick. Eine längere Brennweite kann bei emotionalen Bildern ein entscheidender Faktor sein.

Was mich besonders begeistert hat, ist dass das Objektiv die Lichtstimmung perfekt einfängt - die Farben der untergehenden Sonne und das Licht, das Nicole umspielt, werden natürlich und farbecht wiedergegeben. Die Unschärfe im Hintergrund, die durch die geöffnete Blende entsteht, runden die Portraits zusätzlich ab und heben das Modell hervor. Im unscharfen Hintergrund spiegeln sich die zarten und sanften Farben wieder und lassen einen natürlichen Farbverlauf entstehen. Ich bin sowieso ein großer Fan davon mit offener Blende zu fotografieren. Durch die zusätzliche Distanz zum Modell entsteht mit dem 135er eine unglaublich tolle und weiche Unschärfe. Und selbst bei einer offenen Blende von 2 wird der Bereich, den man scharf haben möchte, knackig scharf. Die kleinen Feinheiten, wie Nicoles Sommersprossen, einzelne Haarsträhnen oder ihre Wimpern werden bei den Close-up Portraits super detailliert und klar dargestellt.

Neben den Portraits, gab es immer wieder schöne Momente, die um uns herum passiert sind. Manchmal lohnt sich auch der Blick in den Himmel oder Richtung Meer. Die Wolken wurden von den letzten Sonnenstrahlen in zartes Rosa gehüllt und das Schöne ist, jeden Tag ist, der Sonnenuntergang und die Farben am Himmel anders. Das macht das Fotografieren hier am Meer jedes Mal aufs Neue zu etwas ganz Besonderem.

ABOUT

Portrait- und Businessfotografin

Mit ihrer neuen Basis an der Ostsee (Greifswald/Stralsund) widmet sich Kim Mahrenholz der Fotografie von Menschen, Marken und Unternehmen. Ihre Wurzeln liegen in der künstlerischen Portraitfotografie – eine Leidenschaft für Licht und echte Emotionen, die man bis heute in ihren Arbeiten spürt.

 

Genau diesen Blick nutzt sie heute gezielt für Unternehmen und das Personal Branding selbstständiger Frauen. Ihr Ansatz: Weg vom steifen Standard, hin zu emotionalen und echten Einblicken in die Persönlichkeit. Dabei fängt sie Gefühle und Geschichten auf eine außergewöhnlich natürliche Art ein.

 

Kim liebt es, hinter die Fassaden zu blicken. Sie liefert nicht nur Ästhetik, sondern kommuniziert Persönlichkeit und echte Werte. Ihre Arbeit beweist, dass professionelle Businessfotografie modern, lebendig und nahbar sein kann.