Vulkanlandschaft Islands

Sigma 100-400mm F5-6.3 DC DN OS | Contemporary
Sigma 18-50mm F2.8 DC DN | Contemporary
Sigma 24-70mm F2.8 DG DN II | Art
Von Julia und Tim Glaeser

I see fire

 

 

Einen Vulkanausbruch mit eigenen Augen sehen. Das war für uns schon immer ein Traum. Als wir nach Island kamen, wussten wir, dass es mehrere aktive Vulkansysteme gibt und es insbesondere auf der Reykjanes-Halbinsel im Südwesten Islands in den letzten Jahren mehrere Eruptionen gab. Dennoch haben wir kaum zu hoffen gewagt, dass es einen Ausbruch gibt, während wir auf der Insel sind.

 

Als am 16.07.2025 die Nachricht kam, dass das Vulkansystem Svartsengi ausbricht, kam in uns große Freude auf und gleichzeitig auch große Enttäuschung. Wir waren in den Westfjorden und wollten für 4 Tage in die sehr entlegene Gegend Hornstrandir fahren. Wir recherchierten und die Vorhersage war, dass die Eruption nur sehr klein ist und voraussichtlich nicht über das Wochenende hinaus anhalten wird. Also schrieben wir den Gedanken bereits ab, dass wir einen aktiven Vulkan in Island sehen können. Egal, es ging immerhin zu den Polarfüchsen. In Hornstrandir waren wir in einer unbewohnten Gegend und hatten die gesamte Zeit über keinen Empfang und haben somit auch keine Informationen über den Vulkan erhalten. Als wir am Sonntag mit der Fähre wieder zurückkamen und somit wieder Internet hatten, erfuhren wir, dass der Vulkan noch aktiv ist und es sogar für „normale“ Menschen möglich ist, ihn zu erreichen. Für uns war sofort klar, da müssen wir hin. Am Montag fuhren wir also den ganzen Tag Richtung Süden, um abends am Vulkan anzukommen.

Es hatte bereits zu dämmern begonnen und der Himmel in Richtung des Vulkans färbte sich rot-orange. Wir liefen los und umso näher wir kamen, desto aufgeregter wurden wir. Auf einmal konnten wir es über einem Bergkamm sehen: Feuer, das in den Himmel schoss. Sofort hatten wir Ed Sheerans Song „I See Fire“ im Kopf.

 

Wir folgten mit Stirnlampe bewaffnet dem Weg und liefen immer dem roten Licht in der Nacht entgegen.

Bereits unterwegs hatten wir eine gute Sicht auf den Vulkan und positionierten uns etwas erhöht. Der Vulkan spukte kontinuierlich Lava und bei besonders großen Ausstößen gab es laute Geräusche, die an das donnernde Tosen von gegen Klippen prasselnde Wellen erinnerten.

 

Natürlich mussten wir das gesehene sofort mit der Kamera festhalten. Das hat sich als schwieriger herausgestellt, als wir vorher dachten. Durch die unglaubliche Hitze flimmerte die gesamte Luft neben dem Vulkan und über dem Lavafeld, sodass der Autofokus nicht zuverlässig funktionierte. Wir nutzten unser Sigma 100-400mm F5-6.3 DG DN OS | Contemporary und stellten auf manuellen Fokus. Nach einigen Versuchen hatten wir ein scharfes Bild und stellten die Kamera dann auf Intervallaufnahme, da die Auswürfe zufällig kamen. Die Kamera stand auf einem Stativ mit dem Wunsch nach einer längeren Belichtungszeit, um die ausgeworfenen Lavabrocken als Striche darzustellen. Wir wussten nicht, welche Belichtungszeit für dieses Szenario am besten passen könnte, und haben mit Zeiten zwischen 1-10 Sekunden experimentiert. Für uns hat sich eine Belichtungszeit von 1-2 Sekunden als optimal herausgestellt.

Nachdem wir uns das Spektakel eine lange Zeit angeschaut hatten und immer noch kaum glauben konnten, was wir dort sahen, gingen wir weiter zu dem Lavafeld.

 

Wir konnten direkt an das Feld heran und es war wirklich spektakulär das heiße Gestein direkt neben sich zu haben.

Die Lava schob sich ganz langsam und kaum wahrnehmbar nach vorn und ab und zu fielen Lavabrocken herunter. Endlich war es nicht mehr kalt auf Island.

Hier nutzten wir das 18-50mm F2.8 DC DN | Contemporary und auch das 100-400mm, um Details der Lava aufzunehmen, ohne zu nah heranzumüssen.

Dabei war es wichtig einen Schutz vor den Atemwegen zu haben, da insbesondere durch die vielen kleinen Brände am Boden, die durch die Lava ausgelöst wurden, die Luft sehr stickig war und an ein sehr großes Lagerfeuer erinnerte. Die direkten Abgase des Vulkans waren eher in einer größeren Entfernung zum Vulkan wahrnehmbar und wir hatten dort einen schwefeligen Geschmack im Mund.

Natürlich mussten wir das Ganze auch von oben sehen und schickten unsere Drohne in die Luft. Wir sind froh, dass wir sie wieder heil landen konnten, da wir uns mit dem Fliegen in solchen Situationen nicht auskennen und nicht wissen, wieviel Hitze und Rauch so ein Gerät verträgt. Die Bilder aus dieser Perspektive sind jedoch auch wirklich spannend und eine gute Ergänzung zu unseren Bildern mit der Kamera.

Vulkanlandschaft in Islands Hochland

 

Das spannende an Island ist jedoch, dass es auch noch andere Vulkansysteme gibt. So waren wir unter anderem im Hochland in Landmannalaugar. Hier formt das Vulkansystem des Torfajökull die Landschaft und es gibt verschiedene Vulkane wie den Bláhnúkur und den Brennisteinsalda. Die Berge in dieser Gegend sind unfassbar bunt. Diese Farben kommen durch unterschiedliche Chemische Stoffe und bewuchs zustande, unter anderem Schwefelablagerungen, Eisen, Basaltgestein, Pechgestein, Trachyt, Rhyolith und Kalk, sowie Moos, welches an den Hängen wächst.

Die Gegend um Landmannalaugar herum ist auch vulkanisch aktiv, was man unter anderem an dem strengen Schwefelgeruch merkt, der insbesondere in der Nähe der dampfenden Stellen in der Luft liegt.

Die Landschaft ist komplett einzigartig und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Wir wanderten entlang wunderschöner Vulkanseen und dampfender Schwefelfelder. Es ging durch erkaltete Lavafelder und über Schneefelder an bunten Bergen. 

Die perfekten Objektive hierfür waren für uns das Sigma 18-50mm F2.8 DC DN | Contemporary, sowie das Sigma 24-70mm F2.8 DG DN II | Art mit dem Standardzoombereich und als Ergänzung das Sigma 100-400mm F5-6.3 DG DN OS | Contemporary, um weit entfernte Landschaftszüge einzufangen. Da wir über neun Stunden durch diese exotische Landschaft gewandert sind, haben wir das leichte Gewicht der Objektive wirklich zu schätzen gewusst.

ABOUT

Wildlife- und Outdoorfotografin

Julias Leidenschaft für die Tierwelt, das Meer und Reisen, fand die perfekte Ergänzung, als sie das erste Mal eine Kamera in die Hand nahm. Seither gab es kaum eine Reise bei der sie nicht versuchte, diese Schönheit mit einer Linse einzufangen. Ihr Ziel ist es, mit ihren Bildern Menschen zu inspirieren kreativ zu werden, mehr rauszugehen und gleichzeitig auf die Bedrohung der Natur aufmerksam zu machen.

 

Ihre Begeisterung für die Fotografie erstreckte sich bald auch auf die Videographie. Egal ob beim Tauchen mit Tigerhaien, bei Expeditionen durch malerische Schneelandschaften oder einer Island-Umrundung: Die Kamera muss immer dabei sein. Nicht nur um die Erlebnisse für immer festzuhalten, sondern um mit den Bildern eine Geschichte zu erzählen - über den Ort, die Stimmung des Augenblicks und die Besonderheit des jeweiligen Moments. 

 

ABOUT

Wildlife- und Outdoorfotograf

Tim ist leidenschaftlicher Natur- und Outdoorfotograf mit besonderem Fokus auf Wildlifefotografie, sowohl Über- als auch Unterwasser. Er liebt es, die unberührte Schönheit der Natur einzufangen und einzigartige Momente für immer mit der Kamera festzuhalten: Seien es kämpfende Moschusochsen, jagende Marlins oder die Naturgewalt eines Gletschers.

 

Mit seinen Bildern und Videos erzählt er fesselnden Geschichten über die Natur, die Menschen daran erinnern, wie einzigartig und schützenswert unser Planet ist.